Gold: eine Währung nicht nur in Krisenzeiten

Gold ist ein Wert an sich, weitgehend unabhängig von Währungen und Volkswirtschaften. Gold kann man unter normalen Bedingungen jederzeit kaufen und auch jederzeit gegen Bargeld verkaufen. Natürlich ist der Goldpreis in gewisser Weise schon an die Weltwirtschaft gebunden. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass sich der Preis insbesondere für Gold oftmals genau gegenläufig zum weltweiten Aktienmarkt entwickelt. Das zeigt sich gerade jetzt wieder. Der Deutsche Aktienindex ist in den letzten Wochen deutlich gefallen. Der Goldpreis hingegen ist abgesehen von kleinen Zwischentiefs stetig gestiegen. Die Zeit könnte also günstig sein für all jene, die jetzt Gold verkaufen möchten.

Gold und Edelmetalle kaufen oder verkaufen?

Covid-19 hat die Welt fest im Griff und das wird vermutlich noch eine Weile so bleiben. Nahezu jeder Mensch ist von der Corona-Krise betroffen, angefangen vom Kleinkind, das nicht mehr oder nur unter Auflagen in die Kita darf bis hin zu alten Menschen in Pflegeeinrichtungen, die nicht oder nur sehr eingeschränkt Besuch von Verwandten empfangen dürfen. Für alle, die mitten im Berufsleben stehen, wirkt sich die Krise ganz unterschiedlich aus. Pflegekräfte, Menschen in Logistikunternehmen oder Berufstätige im Lebensmittelhandel können sich teilweise vor Arbeit kaum retten. Berufstätige in anderen Branchen wiederum haben Angst um ihre berufliche und damit finanzielle Existenz. Gerade wer in der Gastronomie oder im Tourismus tätig ist, bekommt jetzt schon deutliche finanzielle Einbrüche zu spüren, die kaum eine staatliche Soforthilfe auszugleichen vermag. Während manche Menschen aus Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzmarktes händeringend nach einer stabilen Wertanlage suchen, ist für andere der Verkauf von Altgold oder vormals gekauften Barren und Münzen gerade die letzte Rettung.

In der Krise sind Gold und Edelmetalle gefragt

Der Goldpreis ist in den letzten Monaten überwiegend gestiegen. Gold vermittelt vielen Menschen nicht zu Unrecht ein Gefühl von Sicherheit jenseits der Finanzmärkte. Man muss deshalb kein Psychologe sein um zu verstehen, dass gerade jetzt Gold nachgefragter denn je ist. Das hat in der Corona-Krise deutliche Auswirkungen auf den Edelmetallhandel. Die Nachfrage nach Gold und Co. ist sogar größer als während des Höhepunktes der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Der Edelmetallhändler Degussa teilt mit, dass drei der größten Produzenten von Goldbarren in der Schweiz wegen der Pandemie ihre Produktion einstellen mussten. Deshalb könne derzeit keine Goldsparpläne abgeschlossen werden. Einer der größten Goldhändler Deutschlands, Pro Aurum, verkauft nur noch ein sehr eingeschränkte Sortiment an Gold. Für Finanzexperten gilt ein Investment in Gold jedoch als Glaubensfrage. Der Besitz von Gold ist stark mit Emotionen behaftet. Das erklärt vielleicht auch, warum sich institutionelle Anleger derzeit beim Goldankauf zurückhalten.

Der Goldpreis wird auch weiterhin schwanken

Trotz Corona-Krise wird der Goldpreis auch in Zukunft Schwankungen unterworfen sein. Experten empfehlen daher Gold bestenfalls als Beimischung in ein Depot aufzunehmen. Gold kann ein Depot stabiler machen. Niemand sollte jedoch mehr als zehn Prozent seines Vermögens in Gold anlegen. Beim Kauf von Gold sollte man zudem auf die Aufschläge der Händler achten. Je kleiner die Münzen oder Barren sind, umso höher sind diese Händleraufschläge in der Regel. Experten empfehlen deshalb nur Goldbarren ab 50 Gramm zu kaufen. Standardgoldmünzen sollten wenigstens eine Feinunze Gold enthalten. Im Gegensatz zu anderen Wertanlagen wirft Gold keine Rendite ab. Mit Gold können also keine laufenden Einnahmen erlangt werden. Der Vorteil ist allerdings, das Gold seinen Wert nie vollkommen einbüßen wird. Ob man mit Gold Gewinn machen kann, bestimmt einzig und allein der aktuelle Marktpreis und der ist gerade recht hoch.

Beim Kauf von Gold ans das Verkaufen denken

Wer Gold kauft, weil er eine Finanzkrise befürchtet, sollte beim Kauf auch schon an das Verkaufen denken. Die meisten Menschen kaufen physisches Gold in den bekannten Formen von Barren oder Münzen. Sie wollen damit in Krisenzeiten ihr Vermögen sichern, aber auch ihre Zahlungsfähigkeit erhalten. Ein größerer Goldbarren ist zwar im Ankauf vergleichsweise günstiger, aber schon beim kleinsten Bargeldbedarf muss der Barren dann als Ganzes veräußert werden. Für kleine und mittlere Anleger können daher Münzen wie der südafrikanische Krugerrand, der kanadische Maple Leaf oder der australische Kangaroo die bessere Wahl sein. Damit ist man immer liquide und man kann die Münzen notfalls sogar als Tauschmittel oder als Zahlungsmittel nutzen. Ein gewisser Bestand verschiedener Goldmünzen ist ein sinnvolles Krisengeld für all jene, die auf Nummer sicher gehen wollen. Für ein Depot zum Schutz des Vermögens sind Münzen aus Gold jedoch eher ungeeignet.

Gold verkaufen kann sich gerade jetzt lohnen

Viele Menschen plagen in der Corona-Krise jedoch ganz andere Sorgen als die, wie sie ihr Geld sicher anlegen können. Wer bislang Bargeld in Gold angelegt hat, kann das jetzt zu guten Konditionen verkaufen und so vielleicht ein finanzielles Tief überbrücken. Neben Barren und Münzen gehören auch sogenannte Tafeln zu Handelsformen von Gold und Co. Während man einen Barren nur als Ganzes verkaufen kann, haben Tafeln den Vorteil, dass man sie stückweise (wie bei einer Tafel Schokolade) verkaufen kann. Es müssen jedoch nicht unbedingt die handelsüblichen Formen von Gold und anderen Edelmetallen wie Platin, Palladium oder Silber sein, wenn man Edelmetall zu Geld machen will. Manch einer besitzt vielleicht Edelmetalle und ist sich des Wertes gar nicht bewusst. Seriöse Edelmetallhändler kaufen verschieden Formen von Altgold und anderen Edelmetallen auf. Dazu gehören beispielsweise alter Schmuck, aber auch defekter Schmuck, der als Bruchgoldbezeichnet wird. Angekauft wird zudem Dentalgold und auch sogenanntes Industriegold. 

Ankauf von Gold in verschiedenen Formen

Es kann sich jetzt in Zeiten der Krise lohnen, seinen Hausstand und Besitz einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht war da ja irgendeine längst vergessene Erbschaft, die man nie ernst genommen hat. Sicher besitzen manche Menschen auch alten Gold- oder Platinschmuck oder Altsilber in Form von Bestecken oder Geschirr. Oftmals bedeutet Ihnen dieser Besitz überhaupt nichts mehr und sie könnten ihn jetzt mit Gewinn verkaufen. Übrigens werden auch Edelsteine, Diamanten und Perlen von Edelmetallhändlern aufgekauft. Zu den Edelsteinen gehören beispielsweise auch Bernsteine und Korallen. Die Corona-Krise zwingt uns, uns auf das Wesentliche zu besinnen. Zeit zum Aufräumen haben viele jetzt auch und mit Glück findet sich dabei ein verborgener kleiner Schatz, dessen Gegenwert in barem Geld gerade jetzt hoch willkommen sein könnte.

Das Fazit zum Goldkauf und Goldverkauf

Gold und Edelmetalle bleiben gerade in Zeiten einer weltweiten Pandemie für Käufer und Verkäufer interessant. Als Vermögensanlage eignet sich Gold nur bedingt. Mit einem Vorrat an Goldmünzen kann man sich immer seine Liquidität erhalten. Wer Gold und Co. verkaufen möchte, könnte das derzeit gewinnbringend tun.

Gold verkaufen kann sich gerade jetzt lohnen